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KAI 2012

Schwerpunkt: Beatmungspflichtige Kinder & Besonderheiten bei neurologischen Erkrankungen
Workshops:
  1. Blutgasanalyse
  2. Individuelle Auswahl von Trachealkanülen
  3. Begleittransporte in die Klinik
Fortbildungspunkte der LÄK:
Referentenreihe: 8 Punkte
Workshops: 1 Punkt

Hier können Sie sich das Programm ansehen.

Rückblick 2012

KAI – zum dritten Mal ein Erfolg

Die außer­kli­ni­sche Inten­siv­pflege bleibt ein Fach­ge­biet in der Ent­wick­lung – das ist Resultat des wach­senden Pati­en­ten­kreises und seinen immer spe­zi­fi­scher wer­denden Bedürf­nissen und Anfor­de­rungen. Immer mehr Krank­heits­bilder können auch außer­halb des Kran­ken­hauses behan­delt werden, doch ohne For­schung, tech­ni­sche Inno­va­tionen und enga­giertes Per­sonal bleibt das ein Fan­ta­sie­ge­bilde. Beim Kon­gress für außer­kli­ni­sche Inten­siv­pflege (KAI) am ver­gan­genen Wochen­ende kamen nun schon zum dritten Mal alle zusammen: 340 inter­es­sierte Gäste, dar­unter hoch­kom­pe­tente Refe­ren­tinnen und Refe­renten aus Pflege und Medizin, ange­reist aus Berlin, Würz­burg und Bran­den­burg, sowie zahl­reiche Pfle­ge­fach­kräfte, Ärzte, Hilfs­mit­tel­ver­sorger und viele mehr.

Der KAI ist einer der größten Pfle­ge­kon­gresse in Deutsch­land und mit seinem viel­fäl­tigen und aktu­ellen Angebot in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg gewesen. Im Jahr 2010 von der Jeder­mann Gruppe, dem größten Pfle­ge­un­ter­nehmen im Land Bran­den­burg, initi­iert, konnte der Kon­gress seine Teil­neh­mer­zahlen in den letzten Jahren regel­mäßig erhöhen. So ist der KAI zu einer im Land Bran­den­burg und weit dar­über hinaus aner­kannten und attrak­tiven Platt­form für Arbeit­ge­bende und -neh­mende der außer­kli­ni­schen Inten­siv­pflege geworden.

Kon­gress­prä­si­dent Sven Rohde, Geschäfts­führer der Jeder­mann Gruppe, zeigte sich „sehr erfreut von der überaus großen Reso­nanz“ des KAI 2012, der wieder im Cultur Con­gress Cen­trum (CCC) in der Stadt Bran­den­burg statt­fand. „Wir wollen das CCC in einen Hör­saal ver­wan­deln“, sagte Rohde in seiner Begrü­ßungs­rede, „um Ihren Wis­sens­durst zu stillen“. Die Fort- und Wei­ter­bil­dung in der Inten­siv­pflege sei „unab­kömm­lich, um unsere ethi­sche Auf­gabe, die jeder von uns hat, zu erfüllen“, so Rohde. Jeder Mensch hätte das Recht auf Selbst­be­stim­mung, betonte Rohde, und mit dem KAI sei eine ein­zig­ar­tige Platt­form für die Ver­bes­se­rung der Situa­tion für außer­kli­nisch ver­sorgte und beat­mete Men­schen geschaffen. Der wis­sen­schaft­liche Leiter des KAI, Dr. Günter Schrot, Ober­arzt für Inten­siv­me­dizin und Anäs­thesie am Johan­ni­ter­kran­ken­haus in Treu­en­brietzen, sprach sich eben­falls für eine noch fun­dier­tere Wei­ter­bil­dung in der Pfle­ge­branche aus.

Ein Schwer­punkt des dies­jäh­rigen KAI lag auf der Betrach­tung der Situa­tion beat­mungs­pflich­tiger Kinder. So gab Mathias Müller, Ober­arzt am Städ­ti­schen Kran­ken­haus in Bran­den­burg, einen Ein­blick in die neu­ro­lo­gi­schen Krank­heits­bilder bei beat­meten Kin­dern. Ebenso wie viele andere Refe­rie­rende erklärte Müller aus­führ­lich mög­liche Diagnose- und The­ra­pie­mög­lich­keiten und gab den anwe­senden Pfle­ge­kräften unmit­tel­bare und anschau­liche Ein­drücke und Hil­fe­stel­lungen. Wei­tere Schwer­punkte lagen auf den Beson­der­heiten der Beat­mung bei neu­ro­lo­gi­scher Erkran­kung und dem Erkennen psych­ia­tri­scher Stö­rungen unter den Bedin­gungen der Inten­siv­pflege.

Ins­ge­samt herrschte ein reger, kon­tro­verser Aus­tausch zwi­schen Zuhö­renden und Refe­rie­renden. Das ist und wird immer ein Ziel des KAI sein, denn nur gemeinsam und auf einer großen Platt­form mit allen Betei­ligten, wie sie der KAI seit Jahren bietet, kann eine ste­tige Wei­ter­ent­wick­lung erreicht werden. Dr. Rainer Krügel, regel­mä­ßiger KAI-Teilnehmer und Chef­arzt der Klinik für Pul­mo­logie in Treu­en­brietzen, lobte den Kon­gress als „über­wäl­ti­gend“ und bezeich­nete die Not­wen­dig­keit eines regel­mä­ßigen Pfle­ge­kon­gresses als „unge­heuer wichtig“. „Es ist von großer Bedeu­tung, dass man sich regel­mäßig trifft, aus­tauscht und schaut, was die Indus­trie anbietet“, betonte Krügel.

Neben den Vor­trägen und der Indus­trie­aus­stel­lung bot der KAI 2012 allen Teil­neh­menden zusätz­lich ver­schie­dene prak­ti­sche Work­shops zu aktu­ellen Pfle­ge­themen, dar­unter z.B. die rich­tige Aus­wahl von Tra­che­al­ka­nülen oder der Ein­fluss der Blut­gas­ana­lyse auf die Beat­mung.