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KAI 2011

Schwerpunkt: Heimbeatmung & Trachealkanülenmanagement
Workshops:
  1. Trachealkanülen – Welche Kanüle für welchen Patient?
  2. Technischer Workshop – non invasive Beatmung
  3. Hausärzte-Seminar Heimbeatmung
  4. Psychosoziale Aspekte bei der Kinderbetreuung
Fortbildungspunkte der LÄK:
Referentenreihe: 8 Punkte
Workshops: 1 Punkt

Hier können Sie sich das Programm ansehen.

Rückblick 2011

KAI – Klappe die Zweite: Mit der Fort­set­zung des Kon­gresses für Außer­kli­ni­sche Inten­siv­pflege sind wir rundum zufrieden!

Nachdem wir im ver­gan­genen Jahr eine Ver­net­zung aller an der Inten­siv­pflege Betei­ligten ange­stoßen hatten, setzten wir den Fokus nun auf Aktua­lität und Pra­xis­nähe, um so noch mehr Besu­cher anspre­chen zu können. Mit den 250 Teil­neh­mern, die sich am 19.11.2011 im Bran­den­burger CCC (Cultur Con­gress Center) ver­sam­melten, und den bemer­kens­werten Bei­trägen unserer hoch­ran­gigen Refe­renten sind wir überaus zufrieden.

Im Vor­der­grund standen in diesem Jahr die Ent­wick­lungen im Bereich der Heim­be­at­mung, vornan die Ver­sor­gung mit Tra­che­al­ka­nülen. Dr. med. Birgit Didczuneit-Sandhop (Chef­ärztin der HNO, Gesichts- und Hals­chir­urgie vom Kli­nikum Bran­den­burg Havel) und Dr. med. Olaf Schega (Chef­arzt der Fach­klinik für Pneu­mo­logie und Tho­ra­x­chir­urgie vom Johan­niter Kran­ken­haus in Treu­en­brietzen) spra­chen über die Wich­tig­keit eines rei­bungslos orga­ni­sierten Manage­ments, das Rei­ni­gung, Ein­setzen, Ent­fer­nung der Kanülen und vieles mehr ein­schließt. Sie for­derten ein­heit­liche Stan­dards, damit auch bei Ver­le­gungen eines Pati­enten eine opti­male Ver­sor­gung gesi­chert sei.

Unser Haupt­an­liegen war es, unseren Teil­neh­mern einen größt­mög­li­chen Wis­sens­zu­wachs zu ermög­li­chen. Sie sollten im direkten Gespräch, durch die Refe­rate und vor allem die Work­shops Erkennt­nisse gewinnen, die für sie sofort prak­tisch umsetzbar sind. Beson­ders beein­druckt und glei­cher­maßen berührt schien unser Publikum, als Oliver Jünke über seinen Umgang mit seiner Erkran­kung an amyo­tro­pher Late­ral­skle­rose berich­tete. Jen­seits der sta­tis­ti­schen Lebens­er­war­tung erstaunt er mit seinem Lebens­willen, der ihn auch seine Rei­se­lust nicht ver­lieren lässt. Erst­mals wurde auch die Kin­der­in­ten­siv­pflege am Bei­spiel des Undine-Syndrom von Dr. med. Sebas­tian But­ten­berg (Lin­denhof Sana Kli­nikum Lich­ten­berg) beim KAI näher beleuchtet.

Neben den medi­zi­ni­schen Aspekten der Pflege spielen zur Erhal­tung eines Men­schen­le­bens auch Büro­kratie und ein funk­tio­nie­render Infor­ma­ti­ons­aus­tausch eine essen­ti­elle Rolle.

Prof. Dr. med. Frank Oeh­mi­chen (Klinik Bavaria Krei­scha) gab Hil­fe­stel­lungen zum Thema Pati­en­ten­ver­fü­gung und appel­lierte, dass der Wille des Pati­enten, nicht die Ver­fü­gung an sich, zu berück­sich­tigen sei. Wenn die Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Patient, Arzt und Ange­hö­rigen fehl­schlüge, seien Pro­bleme vor­pro­gram­miert.

Dass ein offen­kun­diger Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kanal auch in der Ver­mitt­lung zwi­schen Kran­ken­kassen, Pfle­ge­un­ter­nehmen und Pati­enten unab­dingbar ist, ver­deut­lichten die Rechts­an­wältin Anja Hoff­mann (Lan­des­be­auf­tragte BPA Berlin-Brandenburg) und Yvonne Mache­lett von der Barmer GEK Kran­ken­kasse mit sehr gegen­sätz­li­chen Stand­punkten.

Auch wenn die Inten­siv­pflege in der Politik noch immer als Rand­thema behan­delt wird, wollen wir auch in Zukunft mit unserem KAI Akzente setzen und Ideen ent­wi­ckeln, damit wir als Pfle­gende unseren Pati­enten Lebens­fä­hig­keit und –qua­lität schenken können. Wir freuen uns schon auf das kom­mende Jahr und den 3. KAI.