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KAI 2010

Schwerpunkt: Beatmung bei neurologischen Erkrankungen
Fortbildungspunkte der LÄK:
8 Punkte

Hier können Sie sich das Programm ansehen.

Rückblick 2010

Die Premiere ist gelungen: Wir blicken auf einen erfolgreichen 1. Brandenburgischen Kongress für Außerklinische Intensivpflege zurück.
Ziel des Kongresses war es, sich gemeinsam für eine verbesserte Situation für schwer kranke, außerklinisch Versorgte einzusetzen. Dass 200 Gäste am 13. November 2010 unserem Aufruf folgten, hat unsere Erwartungen übertroffen.

Referenten mit unterschiedlichstem Hintergrund, darunter Pflegemitarbeiter und Ärzte aber auch Juristen und Versicherungsangestellte, trugen zur Veranstaltung bei. Auf diese Weise haben wir eine Vernetzung angestoßen, die einen maßgeblichen Beitrag an der Qualität der außerklinischen Versorgung leisten kann. Mitarbeitern, aber vor allem den Patienten kommt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der an der Pflege Beteiligten zu Gute. Frau Milde von der AOK Brandenburg betonte dies besonders, indem sie in ihrem Beitrag für eine effektive Zusammenarbeit von Kliniken und Kostenträgern appellierte. Ebenso zeigte Dr. med. Günter Schrot, der die wissenschaftliche Leitung des KAI übernahm, Möglichkeiten des optimalen Zusammenwirkens auf.

Die Zahl heimbeatmeter Patienten steigt stetig. Die Optimierung der außerklinischen Beatmungssituation stand deshalb im Mittelpunkt des Kongresses. Mit eigener Berufserfahrung dokumentierte Dr. Rainer Krügel, Chefarzt der Pneumologischen Klinik Treuenbrietzen, den Weg der Beatmungstherapie bei neuromuskulären Krankheiten. Dass Beatmung aber kein Dauerzustand sein muss und wie der Entwöhnungsprozess verkürzt werden kann, präsentierte Frau Dr. Rosseau der Charité Berlin unter dem Thema „Beatmung – Wunsch und Wirklichkeit“.

In unserer täglichen Arbeit mit Pflegebedürftigen wird immer wieder deutlich, dass nicht nur lebenserhaltende Maßnahmen wie die Sauerstoffversorgung, sondern auch die lebenswerte Gestaltung des Patientendaseins einen großen Einfluss auf den Genesungsprozess haben. Über Störungen der familiären Autonomie und Privatsphäre Angehöriger bei der 24-Stunden-Betreuung, die manchmal für beide Seiten zur Belastung wird, sprach Sabine Staude, Gesundheits- und Krankenpflegerin in der außerklinischen Beatmungspflege.

Neben den facettenreichen Beiträgen, begleitet vom Moderator Jacob Schrot, bot unsere Industrieausstellung umfangreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung, die im nächsten Jahr mit einem verbesserten Platzangebot weitere Interessierte aufmerksam machen soll. Der rege Gedankenaustausch bei kulinarischer Kost rundete den Kongresstag ab.