Sandra Postel wurde zur Vorsitzenden des Errichtungsausschusses der neuen Pflegekammer NRW gewählt. Foto: Clemens Hess

 

Ein Errichtungsausschuss zur Gründung einer Landespflegekammer in Nordrhein-Westfalen wurde einberufen. „Die breite Zustimmung im bevölkerungsreichsten Bundesland macht sowohl uns als auch Befürwortern der Pflegekammer in anderen Ländern Mut“, hofft Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

„Wir möchten Karl-Josef Laumann als zuständigen Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen für sein Engagement danken und hoffen, dass andere Politiker seinem Beispiel folgen. Für die Weiterentwicklung unseres Berufsstandes ist die Gründung effektiver Selbstverwaltungen sehr wichtig, da wir nur so ohne Fremdbestimmung bei pflegepolitischen Fragen mitsprechen können“, so Mai weiter.

Im vergangenen Juni hatte der nordrhein-westfälische Landtag mit den Stimmen der Fraktionen der CDU, der FDP und Bündnis 90/Die Grünen die Errichtung einer Pflegekammer beschlossen. Der Errichtungsausschuss hat nun die Aufgabe, die Pflegekammer als moderne Selbstverwaltungsorganisation und berufsfachliche Interessenvertretung der Pflege aufzubauen. Um die Aufbauarbeit leisten zu können, wurden aus dem Kreis der Berufsangehörigen, Fachverbänden und Gewerkschaften heute in Düsseldorf 19 Mitglieder und 19 stellvertretende Personen in den Errichtungsausschuss berufen. Dabei sind Frauen sowie Pflegefachpersonen aus dem Bereich der ambulanten sowie stationären Altenpflege angemessen berücksichtigt. Zu den Mitgliedern des Errichtungsausschusses gehört auch die heute zur Vorsitzenden gewählte Sandra Postel, bisherige Vizepräsidentin der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

In Niedersachsen steht die Pflegekammer dagegen nach einer Umfrage unter den Kammermitgliedern vor dem Aus.