Ulm/Geislingen // Ein glückliches Ende hat der Fall Nancy (CAREkonkret berichtete in Ausgabe 50/51 2018) gefunden. Der Geschäftsführer der Hand in Hand Schwaben GmbH, Kevin Bürzle, hat für seine Auszubildende Nancy Lausberg zum Januar 2019 eine neue Berufsschule in Göppingen gefunden.

Es ist das diakonische Institut für Soziale Berufe, in dem die 23-Jährige nun ihre schulische Begleitung zur Pflegefachkraft fortführen kann. Ihre alte Berufsschule in Geislingen hatte ihr mit einem Schulverweis gedroht, wenn sie ihre Ausbildung in den Intensivpflege-Wohngruppen fortsetze. Dagmar Klass, die Leiterin des diakonischen Instituts für Soziale Berufe, hatte sich mit Kevin Bürzle getroffen, befand seinen Ausbildungsplatz für sehr gut und unterschrieb sofort einen Ausbildungsvertrag.

Ausbildung in Wohngruppe

„Was Besseres als eine Ausbildung in den Intensivpflege-Wohngruppen kann Nancy Lausberg nicht passieren“, kommentierte die Leiterin. Die Wohngruppen eigneten sich außerdem hervorragend für eine generalistische Ausbildung, die 2020 in Kraft trete. Nancy Lausberg kann nun endlich ihre Ausbildung fortsetzen und auch für ihren kleinen Sohn ist während ihrer Abwesenheit gesorgt. Auch das Engagement von Kevin Bürzle, mit 22 Jahren bundesweit jüngster Geschäftsführer in der ambulanten Pflege, hat die 23-Jährige überzeugt. Sie kann sich jetzt besser auf die Schule konzentrieren, ohne Angst vor einem Schulverweis haben zu müssen.

Ende gut, alles gut? Ein kleiner Nachgeschmack bleibt. Kevin Bürzle hat das Regierungspräsidium um eine Stellungnahme gebeten, weil diese bemängelten, die Hand in Hand Schwaben GmbH würde keine Grundpflege, keine Betreuungsleistungen und keine Alltagsaktivitäten bieten. Bis heute hat der 22-Jährige, der sich in dieser Angelegenheit einen Anwalt genommen hat, keine Antwort erhalten. Eines ist sicher: Im September 2019 wird Kevin Bürzle eine weitere Auszubildende einstellen.

Von Ingrid Hilgers

Foto: Pflegedienst Hand in Hand