Systematische Weaning-Konzepte in der COVID-19-Pandemie müssen besondere strukturelle Aspekte berücksichtigen. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) in einer neuen Stellungnahme festgehalten.

Die logistischen und infektiologischen Besonderheiten und Erfordernisse in der Pandemie stellten die intensivmedizinischen Behandlungsteams vor außerordentliche Herausforderungen, die eine erfolgreiche Liberation von Patienten im prolongierten Weaning erschweren könnten, erklärt die DGP. Gerade in der Pandemie gelte es daher, alle Potentiale zur Beatmungsentwöhnung und Dekanülierung von Patienten im prolongierten Weaning oder in der Langzeitbeatmung auszuschöpfen.

Die Planung eines Weaning-Konzeptes für die Pandemie müsse sich an den strukturellen, personellen und apparativen Vorgaben orientieren, die in der S2k-Leitlinie Prolongiertes Weaning und den Anforderungskatalogen zur Zertifizierung als Weaning-Zentrum festgelegt worden sind.

Erfolgreiches Weaning sei wesentlich abhängig von Ressourcen, so die DGP, speziell in Zeiten einer Pandemie. „Daher sind für Patienten im prolongiertem Weaning zusätzliche spezielle Weaning-Bereiche oder Bettenkapazitäten erforderlich, insbesondere wenn die auf der Intensivstation integrierten Betten für die Betreuung von akut Erkrankten benötigt werden. Diese Kapazitäten können entweder durch eine Ausweitung der Behandlungsmöglichkeiten auf der vorhandenen Intensivstation oder zusätzlich zu Intensivbereichen umstrukturierten Räumlichkeiten geschaffen werden.“ Weiter nennt die DGP verschiedene Personelle, hygienische, apparative und infektiologische Aspekte, die in der Krisensituation notwendig seien.

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